Verbandsliga mC-Jugend : TBO – TB Wülfrath C1J 30 : 40 (15:23)

Verbandsliga mC-Jugend : „Vorne Hui, hinten Pfui!“ Dies trifft wie schon die vergangenen Wochen auch dieses Mal erneut zu. Wie bereits letzte Woche  in Wuppertal zeigten die Jungs vorne eine starke Leistung. Die Defensive war aber nahezu nicht vorhanden. Aber alles der Reihe nach.

Der Start wurde mal wieder verpennt und schnell lag man durch unkonzentriertes Passspiel in der Offensive, wodurch die Wülfrather direkt zwei Gegenstöße laufen konnten, und mangelndes Rückzugsverhalten 1:4 im Hintertreffen. Dann wachten die Jungs aber endlich auf. Durch temporeiches Angriffsspiel und einer in dieser Phase deutlich agileren Abwehrreihe schafften sie es, zum 8:8 auszugleichen. Dass dieser Spielstand bereits nach knapp neun Minuten erreicht war, zeigt wie viel Tempo von beiden Mannschaften gezeigt wurde und erklärt die insgesamt 70! gefallenen Tore. Beim Stand von 10:12 begann dann eine Phase im Spiel, die eigentlich unerklärlich ist. Innerhalb von sechs Minuten ließ man die Gäste auf 12:21 spielentscheidend davon ziehen. Immer wieder schaffte man es durch viel zu langsames Reagieren in der Abwehr nicht, den wurfstarken Halblinken der Gastmannschaft zu stören oder festzumachen. So konnte er immer wieder nahezu ungehindert aus 10 Metern frei aufs Tor werfen. Im Angriff spielte man zudem ideenlos und unkonzentriert. Technische Fehler und einfache Ballverluste erlaubten immer wieder einfache Tore für den TBW. Nach einer zweiten Auszeit konnten die Jungs immerhin verhindern, dass man den Vorsprung bis zur Halbzeitpause noch größer werden lassen musste. Mit einem 8-Tore-Rückstand (15:23) ging es dann in die Kabine.

Nach der Pause lief es dann zumindest im Angriff wieder etwas besser. Zwar fehlte es heute erneut am konsequenten Torabschluss, aber das Chancenherausspielen war heute kein Problem. Das ganze bringt aber nichts, wenn man in der Abwehr keine Bälle abfängt um den Abstand zu verkürzen. Zu passiv, zu langsam, zu brav. Ohne Bewegung und gemeinschaftliches Verschieben im Verbund, sowie kaum Körperkontakt, macht man es den Gegner natürlich auch sehr einfach Tore zu erzielen.

Vorne muss man hart für seine Tore arbeiten, hinten guckt man zu. So gewinnt man keine Spiele. Es gehört eben mehr zum Handball dazu, als vorne den Ball ins Netz zu werfen. Dass die Jungs verteidigen können hat man sowohl in der Qualifikation, als auch in den ersten Saisonspielen gesehen. Jetzt gilt es sich in den letzten Wochen nochmal auf das zu besinnen was man kann und auch in der Abwehr eine massive Leistungssteigerung hervorzurufen. Mit 30 selbst geworfenen Toren in eigener Halle, darf man kein Spiel verlieren. Schon garnicht in dieser Höhe. Kopf hoch Jungs, weiter kämpfen und Selbstbewusstsein sammeln.

Am Samstag kommt dann der aktuelle Tabellenführer aus der Landeshauptstadt nach Oberhausen. Da können die Jungs die HSG sicherlich ärgern, zumal auch das Hinspiel  schon nicht schlecht war.

Es spielten und trafen: Lukas Brinker (Tor), Fabio Gappa, Jan Domack (2), Paul Cramer (13), Fabian Gast (1), Nils Wagner (4), Jarne Kreutz, Damien Haus (3), Jannik Pendzich (1), Kilian Roso (5) und Malick Kordel (1).

 

Maxmilian Barentzen, 12.03.2018